Roman · Psychologische Tragikomödie
Group Therapy for One
Ein Mann, vier Stimmen und ein Alpaka mit Therapieauftrag
Bis Montag muss Paul zeigen, dass er für ein Lebewesen sorgen kann. Seine Lösung heißt Dusty.

Zum Roman
Klappentext
Paul hat bis Montag Zeit, seinem Psychiater zu beweisen, dass er für ein Lebewesen sorgen kann. Sonst, droht sein Psychiater, kommt die Klinik ins Spiel. Also kauft er, nach einer Nacht voller Angst und schlechter Pläne, ein Alpaka namens Dusty.
Das Problem: Paul teilt sich seinen Kopf mit Untermietern. Arthur, dem Erbsenzähler. Kalle, dem Bodyguard, der in jeder Taube eine Bedrohung sieht. Bella, die Glitzer über die Risse klebt. Und Mo, der acht Jahre alt ist und weint. Die vier reden gern durcheinander, und Paul hört zu.
Dusty passt in keine Wohnung im dritten Stock, in keine Vorschrift und in kein Budget. Er verwüstet Zimmerpflanzen, geht viral, ruft das Veterinäramt auf den Plan und stellt Pauls Leben auf den Kopf.
Inhaltshinweis anzeigen
Dieser Roman ist eine Komödie mit ernstem Kern. Er behandelt unter anderem den Tod eines Menschen und die Schuldgefühle danach, dissoziative Erfahrungen, Panikattacken, die Angst vor einer Zwangseinweisung und Gedanken, nicht mehr leben zu wollen.
Er erzählt von einer einzelnen, erfundenen Person und erhebt keinen Anspruch darauf, die Erfahrung aller Menschen mit dissoziativen Störungen abzubilden.
Wenn dich ein Thema belastet, lies bitte so, wie es dir guttut, und sprich mit jemandem. Telefonseelsorge: kostenlos, anonym, rund um die Uhr unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. In akuter Gefahr: Notruf 112.

Die Figuren
Wer im Kopf wohnt
PaulDer Name auf dem Mietvertrag
Auf dem Vertrag steht ein Name, und manchmal, spät nachts, liest er ihn und denkt, dass das ein reichlich komischer Name für ein Kollektiv ist.
ArthurBuchhalter und Pedant
Der ältere Bruder, den Paul nie hatte. Er wohnt dort, wo andere Leute ihren gesunden Menschenverstand aufbewahren.
„Fakten schweigen nicht, Paul. Fakten akkumulieren.“
BellaSternenstaub und Glitzer
Sie sieht Sternenstaub auf einer Zahnpastatube und findet 03:47 magisch, weil alles so still und möglich ist.
„Wir sind kein Echo“, protestiert Bella. „Wir sind ein Chor.“
KalleBodyguard und Türsteher
Ein Türsteher mit zu viel Kaffee und zu wenig Liebe, für den auch Tauben nicht das sind, was sie behaupten.
„Das ist genau das, was sie dich glauben lassen wollen. Klassische Tarnung.“
MoAcht Jahre alt
Acht Jahre alt, leise und leider meistens im Recht.
„Dr. Schloss riecht nach Leder und Verachtung. Er wird uns so oder so nicht mögen.“